VKV-Ehrensenator der Session 2017/2018

Daniel Herbers bewirbt sich erfolgreich um die Ehrensenatorenschaft

Neuer Ehrensenator der Session 2017/2018: Daniel Herbers. (Foto: Heimatfotograf Rolf Nißen)

 

Normalerweise müssen sich die Karnevalisten aktiv auf die Suche nach ihren Würdenträgern begeben. Auch der VKV musste in den vergangen Jahren zunächst bei potentiellen Kandidaten anfragen, ob Interesse an einer Ehrensenatorenschaft besteht. So weit ist es inzwischen schon gekommen: völlig unabhängig vom VKV sucht der MGV Eintracht Spellen sogar per öffentlicher Zeitungsannonce ein Prinzenpaar oder ein weibliches Dreigestirn.

 

Insofern kann sich der Voerder Karnevalsverein umso mehr freuen, dass dem VKV eine intensive Suche erspart geblieben ist: Ende September 2017 ging aus den Reihen der VKV-Vereinsmitglieder eine Bewerbungsmappe beim Vorstand ein.

 

"Mein Herzenswunsch - Bewerbung um die VKV-Ehrensenatorenschaft!"

Das Bewerbungsfoto des kleinen Daniel

 

Am Ende der Bewerbungsphase konnte konnte der Voerder Karnevalsverein (VKV) am 04.11.2017 beim Benefizkonzert zu Gunsten des Voerder Karnevalszuges das Geheimnis lüften, wer die Karnevalisten als Ehrensenator durch die kommende Karnevalszeit führt.

 

Harte Schale, wilde Entschlossenheit, Improvisationsvermögen und kräftiges Zupacken zeichnen unseren neuen VKV-Ehrensenator aus. Der Gashebel steht grundsätzlich auf volle Kraft. Und seine Körperfunktionen könnte er im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit selbst messen.

 

Leider war sein Adrenalinspiegel nicht mehr messbar, als er hochmotiviert und voller Tatendrang seine Bewerbung als Ehrensenator beim VKV eingereicht hatte. „Für mich würde ein Herzenswunsch in Erfüllung gehen“ - so endete sein umfangreiches Bewerbungsschreiben inklusive Curriculum Vitae mit der Bitte um ganz schnelle Rückantwort.

 

Nachdem unser Kandidat den Recall durchlaufen hat, stand zunächst einmal fest: als Gesangstalent für das Benefizkonzert zu Gunsten des Karnevalszuges eignet sich der Bewerber nicht. Da muss Konzert-Organisatorin Dunja Wessels-Croonen weiterhin auf ihre befreundeten Gesangstalente zurück greifen.

 

Dem VKV-Vorstand blieb im Rahmen der Bewerbungsprozedur nichts anderes übrig, als ein intensives Assesment-Center anzuhängen. Hier wurde der potentielle Ehrensenator in den Disziplinen Feierfaktor, Geselligkeit, Trinkfestigkeit und karnevalistisches Fachwissen auf Herz und Nieren durchleuchtet.

 

Nachdem sich die Vorstandsjury zur Beratung zurück gezogen hat, stieg endlich vor dem Vereinslokal "Zur Kutsche" weißer Rauch auf. Das könnte auch darauf zurück zu führen sein, dass mehrere Vorstandsmitglieder zur Raucherfraktion gehören. Mit "Habemus Pappnas" konnte der VKV endlich an die Öffentlichkeit gehen: neuer Ehrensenator der Session 2017/2018 ist Daniel Herbers (38).

 

Schon in jungen Jahren stürzte sich der Ehrensenator in das karnevalistische Geschehen – Risiken und Nebenwirkungen inbegriffen. Nachdem er von der dicken Trommel vor Beginn des Karnevalszuges geweckt wurde, machte er schon bald die ersten eigenständigen Entdeckungstouren. Vier Jahre nach seiner Geburt ist er dann seinen Eltern beim Karnevalszug 1983 vorübergehend abhanden gekommen.

 

Glücklicherweise wohnten seine Großeltern zur damaligen Zeit in der Ostlandstraße, so dass er nach einer ausgiebigen Rundreise durch die Voerder Innenstadt am Ende wohlbehalten bei Opa und Oma vor der Tür stand. Der Großvater – übrigens eines der VKV-Gründungsmitglieder und Schützenkönig beim BSV Einigkeit Holthausen – führte den Kleinen ab sofort etwas behutsamer an den Karneval heran.

 

Sofern das bei seinem ungeduldig-unruhigen Charakter überhaupt möglich war. Dann war es soweit - endlich erwachsen! Mit achtzehn Jahren organisierte er sich einen überdimensionierten Leih-Smoking und zog hinaus in die weite Welt, um an seiner ersten Karnevals-Saalveranstaltung im Satory in der beschaulichen Kleinstadt Köln teilzunehmen. Auf dem Rückweg machte Daniel Herbers in Düsseldorf Station. Die Auswirkungen seiner Kollision mit einem Altbierfass sind bis heute beim VKV spürbar. Doch er blieb seiner Heimat Voerde stets treu.

 

Gefeiert hat er beim Voerder Karnevalszug schon immer: als Kind neben der dicken Trommel eines Spielmannszuges. Als Jugendlicher auf dem Parkdeck unter dem Fallschirmzelt. Und heutzutage beim VKV als langjähriges Vereins-Mitglied. Seine Auswärtsspiele bei der DRK-Jugend und dem Schützenverein beeinträchtigten sein Interesse für den Karneval in keinster Weise. Selbstverständlich hat die Jury auch in den Arbeitszeugnissen recherchiert und sowohl vom DRK als auch vom BSV nur die allerbesten Referenzen erhalten.

 

Hinter seiner harten Schale verbirgt sich ein Familienmensch durch und durch. Seiner Frau und seiner Tochter verordnete er die VKV-Mitgliedschaft, damit auch sie am Vereinsleben teilhaben können, ihr tänzerisches Talent unter Beweis stellen können und natürlich bei allen Feieraktivitäten dabei sind. Seine Ehefrau Jessica begleitet die gemeinsame Tochter Enya zu allen Auftritten der Showtanzgruppe Sunnies. Seine handwerklichen Kenntnisse bringt der leidenschaftliche Motorrad-Fahrer in der Abteilung Wagenbau ein - dabei entlastet er nicht nur den Vorstand des VKV sondern nimmt hin und wieder auch in den Reifen unserer Mottowagen den Druck raus.

 

Beruflich ist Daniel Herbers in einem Krankenhaus als MTRA (medizinisch-technischer Radiologie-Assistent) in Essen tätig. Der Voerder Karnevalsverein freut sich auf die Medikamente, die der „Neue“ als Ehrensenator seiner karnevalistischen VKV-Familie verabreicht und gratuliert unserem Daniel recht herzlich zu seiner Ehrensenatorenschaft der Session 2017/2018.

 

Liste der Ehrensenatoren

Unsere Ehrensenatoren haben wir chronologisch aufgelistet...