Voerde: 'Karnevalszug muss erhalten bleiben'

NRZ und Rheinische Post (RP) / 07.11.2016 / Corinna Meinhold

Voerde. Konzert zugunsten des Voerder Karnevalszuges. Ehrensenatoren: Die Wahl fiel auf das DRK Voerde.

 

"Es wird laut", versprach Sängerin Dunja am Samstagabend im voll besetzten Rathaussaal beim Benefizkonzert des 1. Voerder Karnevalsvereins (VKV), das zugunsten des Voerder Karnevalszugs am 26. Februar 2017 stattfand. Schon zum vierten Mal organisierte die Sängerin, seit ihrer Kindheit "Karnevalistin durch und durch", das Konzert, "denn der Karnevalszug muss erhalten bleiben." Bei "Karnevalszug in Concert" wurde es aber nicht nur laut - das Publikum bekam tolle Stimmen und gute Musik geboten, das Motto "Rock meets Musical and more" hatte für jeden Geschmack etwas in petto.

 

Den Auftakt machte Organisatorin Dunja selbst mit "Somebody to love" - kaum ein anderes Stück hätte besser das Konzert-Motto treffen können als der Song von Queen. Ein Kontrast zu Dunjas kraftvoller, dunkler Stimme war nach "Black velvet" die helle und klare Stimme von Jessi-Mila, die das Publikum mit dem Lied "Let it go" aus dem Film "Die Eiskönigin" bezauberte. Dass ihre Stimmen auch im Duett sehr gut harmonieren, bewiesen die beiden Sängerinnen mit "Super Trouper" aus dem Musical "Mama Mia". Geballte Frauenpower, bei der es einfach Spaß machte zuzuhören. Das traf aber auch auf die anderen Stücke und Interpreten zu.

 

Wie gut Rock und Musical zusammenpassen, stellte Sänger Schucky unter Beweis, als er im Duett mit Dunja bei "Hinterm Horizont geht's weiter" für Gänsehaut sorgte. Doch auch alleine rockte er die Bühne und riss die Zuhörer bei Westernhagens "Es geht mir gut" mit, bevor er mit "Wish you were here" von Pink Floyd leisere Töne anschlug. So wie Schucky Rocksänger durch und durch ist, ist Marcus Faber mit Leib und Seele Schlagersänger mit vielen Facetten. Das "more" im Konzertmotto stand aber noch für weitere Musikrichtungen, denn bei einem Benefizkonzert für den Karnevalszug durfte das Tambourcorps Voerde nicht fehlen.

 

Nach der Pause ging es genauso gut weiter wie im ersten Teil. Dunja beeindruckte mit Adeles "When we were young", Jessi-Mila begeisterte mit "Cabaret" und sang mit Marcus Faber im Duett "Totale Finsternis". Mit "You raise me up", überraschte der Schlagersänger ebenso mit einer anderen Stilrichtung, die er gekonnt meisterte. Doch auch mit "seinem" Genre unterhielt er die Zuschauer und sang mit "Cinderella" ein poppiges Schlagermärchen. Schucky und Rockröhre T.Anja brachten mit ihren Darbietungen das Publikum zum Tanzen. Zum Schluss gab es noch eine Premiere: Dunja und T.Anja sangen erstmals gemeinsam "Purple Rain" - ein stimmungsvoller Ausklang für ein gelungenes Konzert.

 

Doch nach dem letzten Lied war noch lange nicht Schluss, denn der Voerder Karnevalsverein gab noch seinen neuen Ehrensenator für die Session bekannt: Das Deutsche Rote Kreuz löst den Verein Gänseblümchen als Ehrensenator des VKV ab. Die Ernennung fand erstmals im Ratssaal statt und sei gewissermaßen eine Uraufführung, wie Heinz Boß, selbst langjähriges Mitglied des DRK und VKV-Ehrensenator, zu Beginn seiner Laudatio feststellte.

 

Zur Musik des Tambourcorps zogen die neuen Ehrensenatoren der DRK-Bereitschaft Voerde in den Saal. Um ihren Mitgliedern ein Gesicht zu geben, stehen mit Werner Hülser, Mike Heymann und Lisa Hülser repräsentativ drei Generationen als Ehrensenator-Trio für das DRK. Die drei möchten jedoch keinesfalls als karnevalistisches Dreigestirn gesehen werden - das gehöre nach Köln, findet Werner Hülser.

 

 

Der VKV rettet den Voerder Straßenkarneval...

Der Voerderer / 28.11.2016 / Heinz Boß und Klaus-Dieter Steinmann

Benefiz-Konzert Artikel "Der Voerderer" / Hier schreibt der Boß
Den Zeitungsartikel vom Voerderer haben wir als Download zur Verfügung gestellt.
13_Hier schreibt der Boss_November 2016.[...]
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Der VKV rettet den Voerder Strassenkarneval

oder die Unbezahlbarkeit des Ehrenamtes

 

Die „FÜNFTE“ Jahreszeit ist wieder da, der VKV ruft schon Hurra und kann auch jetzt schon wieder lästern, denn: „Bescheidenheit war gestern“. So liebe Leserinnen und Leser heißt das diesjährige Sessions-Motto des VKV.

 

Aber gestatten Sie uns, dass wir dieser Stelle mal einen Rückblick wagen auf die Entstehungsgeschichte des Voerde Karnevals.

 

Der „ERSTE“ Karnevalszug im Gründungsjahr 1972 war ein Wickinger-Boot des Kegelclubs „Die Krumme Neun“ dahinter eine weibliche Indianer-Fußgruppe. Die Bootsbesatzung bestand überwiegend aus ehemaligen Kölnern

die in Voerde auf Grund beruflicher Veränderungen (Ansiedlung der Firma Pintsch Bamag von Köln nach Voerde-Friedrichsfeld) sesshaft geworden sind. Ihnen ist zu verdanken dass der Karneval in Voerde „salonfähig“ wurde.

 

Seitdem gehört der Karneval zu Voerde wie das Mehl zum Bäcker und ist eigentlich auch nicht mehr wegzudenken. Obwohl die „schlechte“ Haushaltslage der Stadt die Verantwortlichen des VKV’s in den letzten Jahren immer wieder zu neuen „finanziellen“ Herausforderungen gezwungen hat.

 

Aber diese konnten bis heute erfolgreich abgewendet werden und deshalb gebührt den Verantwortlichen aber auch den vielen helfenden Karnevalsfreunden unser höchstes Lob. Denn man darf nie vergessen dass diese Arbeit zum Erhalt des Voerder Karnevals überwiegend „EHRENAMTLICH“ (und damit unbezahlbar) geleistet wird.

 

Das gilt auch für die Durchführung des immer sehr gut organisierten Benefizkonzertes im großen Sitzungssaal des Voerder Rathauses. Jedoch haben die Verantwortlichen des Voerder Karnevals in diesem Jahr die Session bereits „SIEBEN“ Tage vorverlegt, d.h. in Voerde war diesmal Hoppeditz - Erwachen nicht am 11.11. um 11.11 Uhr sondern schon am 05. November 2016 um 22.11 Uhr .

 

Und dies alles ohne Genehmigung des DKV (Deutsche Karnevalistische Vereinigung). Ob dieser Regelverstoß allerdings zu einem Punktabzug führen wird ist nicht überliefert, zumal der Anlass ja einen tieferen Hintergrund hatte, nämlich der VKV war „wieder“ auf Mission zum Erhalt der Tradition.

 

Die Mission war ein mittlerweile schon traditionelles Benefizkonzert, welches dazu dient die Tradition, den Voerder Karnevalszug am Tulpensonntag (26.Februar 2017) auch durchführen zu können.

 

Nach dieser Veranstaltung wurde, um 22.11Uhr das höchste Amt im Voerder Karneval verliehen, nämlich der „Neue“ Ehrensenator wurde gekürt. Er fiel diesmal hochverdient an die DRK-Bereitschaft Voerde. Diese Auszeichnung im Sitzungssaal des Voerder Rathauses entgegenzunehmen war gleichzeitig eine Uraufführung, denn eine solche Verleihung hatte es zuvor an diesem Ort noch nicht gegeben.

 

Dieses Drei-Gestirn: Werner Hülser, Lisa Hülser und Mike Heymann (von links) vertreten als Ehrensenatoren die Ortsgruppe des DRK Voerde. Werner Hülser, als Sprecher der Ehrensenatoren hat sich in seiner Ansprache sehr herzlich im Namen seiner Kolleginnen und Kollegen für diese hohe Auszeichnung bedankt. Bei der er auch einen kurzen Rückblick über die Arbeit des DRK bei den Karnevalszügen der letzten vierzig Jahre gab.

 

Hierbei wurde deutlich, wie wichtig diese Arbeit der „helfenden Hände“ an den Tulpensonntagen, mit zig Tausenden von Zuschauern an den Strassen Voerdes ist.

 

Liebe Leserinnen,

liebe Leser,

 

an dieser Stelle wünscht der „Voerderer“ dem VKV eine schöne und erfolgreiche Session 2016/17 und immer genügend Dollars in der Kasse.

 

In diesem Sinne, ich sag’s hier genau auf den VKV

ein dreifaches Voerde Helau!!!

 

Ihr Heinz Boß