Verzicht auf die VKV-Prunksitzung in der Session 2017/2018

Entscheidung fiel zu Gunsten des Voerder Karnevalszuges...

Normalerweise können Sie auf dieser Seite die Programmpunkte unserer Prunksitzung nach verfolgen. In der aktuellen Session ist das leider anders: der VKV verzichtet zu Gunsten des Voerder Karnevalszuges auf die Prunksitzung. Nachfolgend auszugsweise der Artikel der NRZ vom 19.12.2017 (Petra Keßler):

 

(...) Aus finanziellen Gründen verzichtet der 1. Voerder Karnevalsverein (VKV) im nächsten Jahr auf die Prunksitzung – zugunsten des Karnevalszuges.

 

Die Session des 1. Voerder Karnevalsvereins (VKV) wird diesmal um einen Programmpunkt ärmer sein: Die große Prunksitzung fällt 2018 aus.

 

Mark Sarres, Vorsitzender des VKV, erklärt den Schritt mit finanziellen Gründen. Es wäre „kalkulatorisch sehr risikoreich“ gewesen, neben dem Karnevalszug auch die Prunksitzung zu veranstalten. Der VKV hatte zwischen zwei Optionen abwägen müssen: Entweder man richtet eine sehr hochwertige Prunksitzung aus – „dann wäre der Zug ausgefallen“, betont Sarres, oder man gibt dem Straßenkarneval den Vorzug – „dann hätte man auf die Prunksitzung verzichten müssen“.

 

Der Verein setzte auf die letztere Lösung. Ein ausschlaggebender Punkt war dabei auch der Wunsch, dass befreundete Gruppen am karnevalistischen Geschehen teilhaben können: der Verein Gänseblümchen, der seit zehn Jahren krebskranke Kinder und deren Familien unterstützt, zum Beispiel. Oder die Lebenshilfe Dinslaken, die in diesem Jahr zum ersten Mal mit behinderten Menschen, für die sie sich einsetzt, beim Tulpensonntagszug in Voerde mitlief. Die Teilnehmer hätten sehr viel Freude daran gehabt, sagt Sarres.

 

Weitere Sicherheitsauflagen und gestiegene Kosten für den Karnevalszug führten dazu, dass sich der VKV für eine Veranstaltung in dieser Session entscheiden musste. Wie schon in diesem werden ebenfalls im kommenden Jahr Lkw-Sperren aufgestellt, auch wird es einen „verstärkten Personaleinsatz“ geben, wie Sarres erklärt. Und: 2018 kann der Verein, wie in allen Jahren mit gerader Zahl, nicht auf die finanzielle Unterstützung der Kommune setzen und muss für Absperrungen und Straßenreinigung aufkommen. Nach einem Beschluss des Rates von 2010 übernimmt die Stadt dafür nur noch alle zwei Jahre die Kosten. Diese werden im Haushaltssicherungskonzept (HSK) mit 12 000 Euro beziffert.

 

„Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht“, betont VKV-Vorsitzender Mark Sarres mit Blick auf die ausfallende Prunksitzung. Für die „Sunnies“ sei der Entschluss „hart“ und eine „sehr emotionale Geschichte“, arbeitet die Kindershowtanzgruppe des 1. Voerder Karnevalsvereins doch auf ihren Auftritt während der Prunksitzung hin. Sarres ist froh und dankbar für das gezeigte Verständnis. Der VKV fragte bei benachbarten Vereinen nach, ob die „Sunnies“ bei ihnen auftreten könnten, auch gab es umgekehrt Angebote, hier behilflich zu sein, so dass die Kindershowtanzgruppe in der laufenden Session doch noch auf der Bühne ihr Können zeigen kann. Auf Facebook, wo die Frage nach der Prunksitzung 2018 aufgeworfen wurde, wurde Bedauern, aber auch Verständnis und „Respekt“ für die getroffene Entscheidung geäußert. (...)